Lithium-Speicher sind 2026 deutlich günstiger als 2022 — aber die Frage "lohnt sich das?" hängt vom Verbrauchsprofil ab. Drei Beispielrechnungen.
Dach-Solaranlage bietet unabhängige Schweizer Solar-Informationen. Dieser Beitrag ist Teil unserer Wissensreihe zu Photovoltaik, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
Batteriespeicher kosten 2026 nur noch rund CHF 800–1'100 pro kWh nutzbarer Kapazität (LFP-Chemie, inkl. Montage). Das ist gut 40 % weniger als 2022. Trotzdem ist die Frage "lohnt sich das?" nicht trivial — die Antwort hängt vom Verbrauchsprofil ab.
Ein Speicher lohnt sich besonders, wenn Sie tagsüber wenig Strom verbrauchen (z.B. berufstätig, keine Wärmepumpe) und abends viel — typische Familie mit 4'500 kWh Jahresverbrauch. Hier hebt der Speicher den Eigenverbrauch von ca. 35 % auf 65 % und mehr.
PV-Anlage 10 kWp, Jahresertrag 9'500 kWh, Verbrauch 4'500 kWh, Strompreis 32 Rp/kWh, Einspeisetarif 8 Rp/kWh. Ohne Speicher: 32 % Eigenverbrauch = CHF 970 Ersparnis + CHF 520 Einspeisung. Mit 8 kWh Speicher (Investition CHF 7'500): 65 % Eigenverbrauch = CHF 1'970 Ersparnis + CHF 270 Einspeisung. Mehrertrag CHF 750 / Jahr — Amortisation Speicher in 10 Jahren.
Bei Haushalten mit hohem Tagesverbrauch (Wärmepumpe, E-Auto-Ladung tagsüber, Home Office) liegt der Eigenverbrauch ohne Speicher schon bei 50 % und mehr — der Speicher-Mehrwert sinkt deutlich. Bei kleinen Verbräuchen unter 3'000 kWh ebenfalls grenzwertig.
Moderne Hybrid-Wechselrichter können bei Netzausfall einen Notstrom-Betrieb aufrechterhalten. Der Speicher dient dann als Puffer. Für viele Hausbesitzer ist das ein zusätzliches Argument — schwer in CHF zu bewerten, aber psychologisch wertvoll.
Anlagengrösse, KLEIV-Förderung, Eigenverbrauch und Amortisation für Ihr Objekt — schriftlich, ohne Anruf-Drücker.